Zertifikat Deutsch B1 für Jugendliche - Modellsatz 01 > Leseverstehen
Prüfungszeit für nicht behinderte Kandidatinnen und Kandidaten: 70 Minuten
Die Prüfungszeit für behinderte Prüfungsteilnehmer ist in den “Durchführungsbestimmungen” geregelt.
In diesem Prüfungsteil sollst du mehrere Texte lesen und die Aufgaben lösen.
Markiere bitte das Auswahlfeld, das du für richtig hälst.
Hilfsmittel wie zum Beispiel Wörterbücher oder Mobiltelefone sind in der richtigen Prüfung nicht erlaubt.
Prüfungszeit für nicht behinderte Kandidatinnen und Kandidaten: etwa 20 Minuten
Die Prüfungszeit für behinderte Prüfungsteilnehmer ist in den “Durchführungsbestimmungen” geregelt.
Bitte lies zuerst die Texte 1 bis 5 und dann die Überschriften A bis J. Entscheide dann, welcher Text zu welcher Überschrift passt. Du kannst jeden Text und jede Überschrift nur einmal verwenden. Nur den Text 4 aus dem Beispiel darfst du noch einmal verwenden.
Amy und Petra Gilding müssen gar nicht aus dem Haus, um in die Schule zu gehen. Die Schule kommt ganz einfach zu ihnen. Denn die Zwillinge wohnen mit ihrer Familie auf einer Farm, die so einsam und abseits liegt, dass der Weg zur nächsten Schule einfach viel zu weit wäre. Weil das vielen Kindern auf den Orkney-Inseln so geht, gibt es dort sechs Lehrerinnen, die das ganze Schuljahr über mit dem Flugzeug von Insel zu Insel fliegen und die Kinder unterrichten.
Zwei Wochen lebt Lehrerin Myra Pitt im Haus von Amy und Petra, danach fliegt sie weiter zu den nächsten Siedlern.
(aus einer deutschen Zeitschrift)
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Und noch einmal! Arme strecken, Bein anwinkeln, auf die Zehenspitze. Nolyianda, 14, übt vor dem kleinen Haus, in dem sie mit ihrer Mutter lebt, Tanzfiguren. Ein seltener Anblick in Khayelitsha, einem Vorort der südafrikanischen Metropole Kapstadt, denn die Menschen hier sind sehr arm. Tanzunterricht? So was kann sich normalerweise niemand leisten. Aber Nolyianda hatte Glück: Profi-Tänzer des “Cape Town City Ballet” besuchten den Ort. Sie entdeckten, dass Nolyianda ausgezeichnet tanzen kann, und das Mädchen bekam einen Platz an einer richtigen Tanzschule. Jetzt steht Tanzen täglich auf ihrem Stundenplan.
(aus einer deutschen Zeitschrift)
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Absprung! Hintereinander hüpfen die vier Kinder vom Häuserdach – und landen im tiefen Schnee. Meterhoch ist die weiße Pracht. Kein Wunder, denn das sibirische Städtchen Antipajuta liegt 400 Kilometer nördlich des Polarkreises. Bis zu minus 30 Grad wird es hier kalt. Die Menschen hier sind Nomaden: Sie ziehen mit ihren Rentieren durch die Tundra und leben in Zelten. Leider dürfen die Kinder nicht mit – denn sie müssen ja zur Schule gehen. Die Mädchen und Jungen wohnen deshalb neun Monate im Jahr im Internat von Antipajuta. Und besuchen nur im kurzen Sommer ihre Eltern in der Tundra.
(aus einer österreichischen Zeitschrift)
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“Achtung, Kamera läuft!” Jeden Abend wartet die junge Nachrichtensprecherin Mariam Shakebar im Fernsehstudio in Kabul, Afghanistan, auf diesen Satz. Dann liest sie die aktuellen Nachrichten. Mariam war schon als Kind im Fernsehen und hat damals bei einer beliebten Kindersendung mitgemacht. Dazwischen gab es in Afghanistan lange Zeit kein Fernsehen. Daher ist es für Mariam und die anderen Bewohner von Kabul etwas ganz Besonderes. Schade, dass lediglich rund die Hälfte der 1,5 Millionen Bewohner Kabuls einen Fernseher hat.
(aus einer Schweizer Zeitung)
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Eine Filmkamera halten, in ein Mikrofon sprechen, Interviews führen. Anja Schmiedel, 14, und Julian Erben, 15, lernen all das in Thüringen beim Sender “O.K.Gera” – einem so genannten “Offenen Fernsehkanal”. Offen bedeutet: Hier kann auf Sendung gehen, wer Lust dazu hat. Anja und Julian kommen zweimal pro Woche nach der Schule in das Fernsehstudio, um bei einem Jugendprogramm mitzumachen. Anja ist neu dabei und filmt am liebsten. Julian arbeitet schon seit anderthalb Jahren mit. Als “alter Hase” darf er sogar moderieren.
(aus einer deutschen Zeitschrift)
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Prüfungszeit für nicht behinderte Kandidatinnen und Kandidaten: etwa 35 Minuten
Die Prüfungszeit für behinderte Prüfungsteilnehmer ist in den “Durchführungsbestimmungen” geregelt.
Bitte lies zuerst den Text. Danach sollst du fünf Aufgaben zum Text lösen.
Das Diktiergerät klickt. Ernst klingt die Stimme der Polizistin. “Der Dieb muss direkt über den ersten Stock eingestiegen sein. Bisher gibt es aber noch keine weiteren Hinweise.” Hinter dem Mikrofon sitzt aber keine Polizistin, sondern die Schülerin Maria Glätzer. Maria ist Teilnehmerin an einem Projekt, das Hörspiele im Rahmen des Musikunterrichts gestaltet.
Die Jugendlichen des Hörspielkurses der elften Klasse des Rolland-Gymnasiums in Dresden waren von Anfang an begeistert von der Idee ein eigenes Hörspiel zu produzieren. Benjamin Wache, der im Hörstück die Hauptrolle spricht, erinnert sich noch genau: “Unser erster Eindruck bei der Vorstellung des Projektes war ‚Cool!‘, denn wer schreibt schon gerne Klausuren, wenn er dafür auch was anderes machen kann.” Trotzdem sieht das Projekt vor, wie im regulären Musikunterricht auch Noten zu vergeben. Dabei wird nach Kreativität, Fleiß und Teamarbeit bewertet.
Die Klasse wurde für das Hörspiel in vier Gruppen eingeteilt: Eine Sprechergruppe, eine Komponistengruppe, eine Gruppe, die für die Geräusche zuständig ist und eine, die sich um die Gestaltung des CD-Covers und die Präsentation kümmert. So gibt es wirklich für jeden etwas zu tun und jeder bringt sich auf seine Weise ein.
Für die Sprecherinnen und Sprecher gibt es Stimmtraining, so muss Maria üben, wie eine Polizistin zu sprechen. Die Komponistengruppe wiederum sitzt mit der Profikomponistin Esther Schwarzrock am Klavier und arbeitet an der passenden Musik zu den verschiedenen Szenen im Hörspiel. Die Geräuschegruppe zieht mit Mikrofon und Aufnahmegerät hinaus aus der Schule, um die dazu passenden Umweltklänge einzufangen. “Jetzt wissen wir auch, wie und womit man Geräusche und Töne nachmachen kann”, freuen sich die Schüler. “Zum Beispiel klingt zertretenes Mehl wie langsame Schritte im Schnee oder das langsame Öffnen des Reißverschlusses an der Jacke wie das Öffnen eines Zeltes – wir haben Verschiedenes ausprobiert.”

Benjamin bei der Arbeit im Tonstudio
“Da lernt man dann auch, dass bei einer Aufnahme, die im Winter spielt, kein Vogelgesang zu hören sein darf”, erinnert sich Philip lachend und erzählt, wie sie die Aufnahme noch einmal von vorn beginnen mussten.
Bei den Tonaufnahmen im Studio hilft der Studiotechniker Martin Dehnke den Jugendlichen. “Er gibt viele Tipps, sagt, was geht und was wir lassen sollten, welche Aussprache gut ist und welche Effekte möglich sind. Und er hat heute zum Schluss sogar selbst bei einem Stück mitgesungen”, erzählt Benjamin begeistert.
Die Schüler sind so mit ihrem Projekt verwachsen, dass sie teilweise von abends um sechs bis nachts halb drei im Studio sitzen und mit Martin herumexperimentieren.
“Das Projekt ist zwar irrsinnig anstrengend und zeitaufwändig, aber es lohnt sich. Weil man viel mehr gelernt hat als im normalen Musikunterricht”, meint Benjamin. Und auch sein Freund Philip ist sich sicher: “Das ist nun mal einfach viel besser, als wenn du ewig lernen oder irgendwelche Liedchen singen musst.”
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Bitte löse die Aufgaben Nummer 6 bis 10 und kreuze die richtige Antwort A, B oder C an. Achtung: Die Reihenfolge der einzelnen Aufgaben folgt nicht immer der Reihenfolge des Textes.
Prüfungszeit für nicht behinderte Kandidatinnen und Kandidaten: etwa 15 Minuten
Die Prüfungszeit für behinderte Prüfungsteilnehmer ist in den “Durchführungsbestimmungen” geregelt.
Bitte lies zuerst die Situationen Nummer 11 bis 20 und dann die Anzeigen A bis L. Welche Anzeige passt zu welcher Situation? Du kannst jede Anzeige nur einmal verwenden. Nur die Anzeige H aus dem Beispiel darfst du noch einmal verwenden.
Es ist auch möglich, dass es keine passende Anzeige gibt. In diesem Fall schreibst du 0.
01 Deine Mutter braucht einen neuen Führerschein und benötigt dazu Informationen — Anzeige: H
02 Du suchst im Internet ein neues Computerspiel — Anzeige: 0
Mit Hilfe deines neuen Computers möchtest du Spanisch lernen.
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Zur Antwort Situation 11
Deine Schwester wird bald 18. In den nächsten Sommerferien möchte sie Auto fahren lernen.
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Zur Antwort Situation 12
Dein 22-jähriger Bruder interessiert sich für ferne Länder und möchte in Afrika an einem Camp teilnehmen.
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Zur Antwort Situation 13
Du möchtest dir mit deinen Freunden einen Film in spanischer Sprache ansehen.
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Zur Antwort Situation 14
Du musst mehr für Deutsch tun. Deshalb möchtest du eine Sprachreise machen und bei einer Gastfamilie wohnen.
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Zur Antwort Situation 15
Dein 10-jähriger Bruder möchte die Ferien auf dem Bauernhof verbringen.
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Zur Antwort Situation 16
Du suchst ein Geschäft, wo du verschiedene Sachen für deinen nächsten Campurlaub kaufen kannst.
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Zur Antwort Situation 17
Du möchtest gern an einem Jugendcamp teilnehmen, das ein aufregendes Abendprogramm bietet.
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Zur Antwort Situation 18
In den Sommerferien möchtest du gern mehr Deutsch lernen, dabei auch Tennis spielen und wandern gehen.
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Zur Antwort Situation 19
Deine Schwester möchte gern als Schauspielerin arbeiten.
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Zur Antwort Situation 20
Teile 1 bis 3 0 von 75 Punkten
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