Hören - Transkription - Aufgabe 1

Fragen 1 – 10

Wild:
Unsere Firma bildet sehr engagiert aus. Leider fehlen bei vielen unserer Auszubildenden, auch wenn sie motiviert und tüchtig sind, die guten Umgangsformen, auf die in unserem Haus großer Wert gelegt wird. Wir haben ja auch viele Kontakte nach außen – mit Kunden und Lieferanten. Können Sie in dieser Richtung was anbieten?

Kaiser:
Da käme zunächst wohl ein Grundlagenseminar infrage. Dort wird unter anderem angemessenes Verhalten gegenüber Kolleginnen und Kollegen, Vorgesetzten und Kundinnen und Kunden unterrichtet, es wird gezeigt, wie man bei Konflikten und Meinungsverschiedenheiten höflich bleibt oder mit schwierigen Kunden umgeht. Hinzu kommen Fragen der Kleidung und Ähnliches.

Wild:
Wie viel Zeit nimmt so ein Kurs in Anspruch?

Kaiser:
Einen derartigen Kurs legen wir am liebsten auf einen Samstagnachmittag, normalerweise umfasst er fünf Stunden in der Zeit von 12.00 bis 17.00 Uhr. Erfahrungsgemäß sind die jungen Leute dann ausgeschlafen und haben außerdem einen freien Abend vor sich. So wird dann nicht blockiert und sie arbeiten gut mit. Es gibt dann noch Aufbaukurse mit weiteren Modulen.

Wild:
Lassen wir es zunächst bei dem einen Kurs. Wie sieht es mit den Kosten aus?

Kaiser:
Wir berechnen dafür 600 Euro, wobei ich darauf hinweisen möchte, dass wir höchstens zehn Teilnehmer akzeptieren. Bei einer größeren Gruppe ist der Lerneffekt nicht mehr zu garantieren.

Wild:
Mm. Das klingt vernünftig. Dann ein weiteres Problem, auf das wir immer wieder stoßen: Wir haben fachlich kompetente, verhandlungsstarke Leute, doch gibt es verbreitet Unsicherheiten bei Geschäftsessen. Natürlich kann jeder mit Messer und Gabel umgehen, aber der Teufel steckt bekanntlich im Detail.

Kaiser:
Da würde ich Ihnen das Trainingsprogramm “Tischkultur” empfehlen, das aus einem theoretischen Teil und zwei gemeinsamen Essen besteht. Einmal ein schlichteres Mittagessen und einmal ein eleganteres Abendessen in gehobenem Rahmen.

Wild:
Wie kann ich mir Ihren Unterricht vorstellen?

Kaiser:
In der Hauptsache wird nach einer kurzen theoretischen Einleitung mit Rollenspielen gearbeitet, die auf Video aufgenommen und dann besprochen werden. Natürlich gibt es auch schriftliche Informationen, damit man nach den Seminaren etwas in der Hand hat.

Wild:
Als Im- und Exportfirma haben wir natürlich auch viele Auslandskontakte. Gibt es bei Ihnen auch so etwas wie ein interkulturelles Training?

Kaiser:
Ja, allerdings nicht total international; wir sind spezialisiert auf China und Japan. Im Bedarfsfall könnte ich mich allerdings nach einer Fachkraft für andere Kulturkreise umsehen.

Wild:
Das ist in unserem Fall nicht nötig. Ein junger Kollege geht nämlich demnächst für längere Zeit in unsere Niederlassung nach Osaka. Könnten Sie den vorbereiten? Und was für Kosten würden anfallen?

Kaiser:
Gar kein Problem. Wie ich schon sagte, Japan ist eines unserer Spezialgebiete. Ein Einzelcoaching kostet in diesem Fall 100 Euro die Zeitstunde.

Wild:
Und welche Qualifikation bringt der beauftragte Trainer beziehungsweise die Trainerin mit?

Kaiser:
Alle unsere Trainer waren lange in Japan oder China, haben dort gelebt, studiert oder gearbeitet. Sie kennen das jeweilige Land ausgesprochen gut, sind mit der Kultur, den Traditionen vertraut.

Wild:
Vielen Dank, Herr Kaiser. Jetzt weiß ich einiges mehr und werde alle Optionen mit dem Abteilungsleiter Personal durchsprechen. Ach, noch etwas: Wie sieht es mit Referenzen aus?

Kaiser:
Die gibt es von verschiedenen international tätigen Unternehmen. Ich möchte hier nur die Volkswagen AG nennen. Wenn es Ihnen recht ist, schicke ich Ihnen eine entsprechende Liste zu. Und vielleicht auch unsere Broschüre, in der Sie noch mehr über unser Programm und unsere Philosophie erfahren können. Ansonsten können wir, wenn Ihre Wünsche feststehen, noch genauer besprechen, was im Einzelnen gebraucht wird.

Wild:
Gut. Ich melde mich dann wieder, wenn unsere Planung hier konkreter wird. Auf Wiederhören.

Kaiser:
Auf Wiederhören und grüßen Sie bitte Dr. Schell.

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